Wir, das sind derzeit 16 Erwachsene und 8 Kinder und Jugendliche. Unsere Altersspanne geht von 0 bis 86 Jahren. Momentan leben viele von uns in Freiburg, einige bereits im schönen Hexental und sonstigen Umland.
Von Sozial- und Theaterpädagog*in, über Therapeut*in, Ärztin und Förster, sind die Menschen unserer Gruppe im Umweltschutz, in der Verwaltung, in der IT-Dienstleistung, als Trauerrednerin und als Eltern tätig.
Es gibt bei uns ehrgeizige Sportler*innen und Wanderlustige, Kräuterhexen und Gärtner*innen, Hobby-Clowns, leidenschaftliche Tänzer*innen und Musiker*innen, Weinliebhaber*innen, Akrobat*innen, fürsorgliche Hunde-Freund*innen, große und kleine Künstler*innen und eine ganze Menge Fußballer*innen.
Wir sind gespannt auf jede*n, die*der unsere Gruppe bereichert!
Wir wünschen uns naturnahen Wohraum im Hexental für etwa 15-20 Erwachsene mit allen dazugehörigen Kindern und planen den Bau zweier ökologisch verantwortungsvoller Mehrfamilienhäuser mit viel Raum für Gemeinschaft, Teilen und Begegnung.
Auch der Raum für Rückzug und Alleinsein ist uns wichtig, daher werden wir in getrennten Wohneinheiten leben und jede*r selbst für den eigenen Lebensunterhalt verantwortlich sein.
Unser Projekt ist offen für Menschen mit unterschiedlichem finanziellem Hintergrund, wir haben uns daher für die genossenschaftliche Rechtsform und ein solidarisches Modell entschieden.
Gemeinschaftliches Wohnen bedeutet für uns Austausch zwischen Jung und Alt und gegenseitige Unterstützung im Alltag. Wir wollen die Kinder gemeinsam ins Erwachsenwerden begleiten und es im Alter ermöglichen, so lange wie möglich Zuhause wohnen bleiben zu können, unterstützt durch die Gemeinschaft.
Unser Zusammenleben ist geprägt von der Bereitschaft zu Beziehungs- und Konfliktfähigkeit, welche in unserem intensiven Gemeinschaftsbildungsprozess Ausdruck und Wachstumsfeld findet.
Die bereits fest eingebundenen zukünftigen Mitbewohner*innen bilden die sogenannte Kerngruppe. Von ihnen werden die Treffen und anstehenden Aufgaben getragen, Beschlüsse getroffen und über die Aufnahme neuer Mitglieder entschieden. Es gibt hierfür regelmäßig unseren Verwirklichungskreis für alles Organisatorische und unsere Gemeinschaftsbildungsrunden als achtsamen Ort der Begegnung jenseits des Organisatorischen.
Das vorherige Stadium heißt Annäherung. Das bedeutet, dass die Annäher*innen an allen Treffen teilnehmen können. So können wir uns gut kennenlernen und im Laufe der Zeit beidseitig die Entscheidung treffen, ob wir uns wohlfühlen und uns vorstellen können, in Zukunft zusammen zu leben.
Interessierte können uns beim Gästeabend kennenlernen, sowie anschließend an ausgewählten Treffen teilnehmen, um dann zu entscheiden, ob sie tiefer einsteigen und sich in Annäherung begeben wollen.
Als Basis für unser Projekt haben wir im Mai 2010 in Wittnau einen Verein gegründet, der seit 2024 eingetragen ist und sind seit 2020 Teil der neu entstandenen Dachgenossenschaft Wohnen für Alle eG geworden.
Von Anfang an war es unser Wunsch, eine Begegnungsebene zu kultivieren, in der wir uns einander zeigen und aneinander Anteil nehmen. Dies sollte einerseits zu einer alltagstauglichen Konfliktfähigkeit führen und uns darüber hinaus ermöglichen, in ein bereicherndes und vielleicht sogar freundschaftliches Miteinander zu finden, in dem wir aneinander wachsen und uns auch immer wieder aneinander freuen.
Als Kommunikationsform, die uns dabei unterstützen sollte, empfanden wir die „Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck“ wie für uns geschaffen.
Als Grundstein unseres Projektes ließen wir uns so 2009 von Andriaan Bertens und Liesbeth Kanters in die Gemeinschaftsbildung einführen, die wir seither regelmäßig miteinander pflegen.
Diese zweck-freie und wesentliche Art, miteinander zu sein, wurde so mehr und mehr zum Herzstück unserer Gruppe. Auch unsere vielfältige inhaltliche Arbeit am Konzept, dem Finden von Grundstück, Rechtsform, Finanzierung etc. wurde und wird weiterhin davon befruchtet und getragen.
Auch in anderen großen Gemeinschaften wird die Gemeinschaftsbildung seit vielen Jahren gepflegt und geschätzt (z.B. Siebenlinden, Tempelhof, Glarisegg).
Einführungsseminare
Auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen nahmen einige von uns an einer Weiterbildung teil.
Seither können interessierte Gruppen, z.B. Gemeinschaften, Teams, Freundeskreise, Familien, Firmen etc. bei uns 2-3 tägige Einführungs-Seminare in die Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck buchen (Auskunft dazu bei Andrea Bachstein an info@wohex.de).
Hier gibt es weitere Ausführungen zur Gemeinschaftsbildung.
Unsere sogenannten „Kommunikationsempfehlungen“, die wir bei unseren Gemeinschaftsbildungsrunden nutzen, sind hier herunterzuladen.
Das Projekt WoHex begann im Juli 2008. Wir veranstalteten monatliche Treffen mit Interessierten, vernetzten uns mit anderen Freiburger Wohnprojekten und erarbeiteten ein Konzept für unser Idee vom gemeinschaftlichen Wohnen.
Im Jahr 2009 wurde der Gemeinschaftsbildungsprozess nach Scott Peck als Herzstück unserer Gemeinschaft eingeführt und es begannen erste Gespräch bezüglich des Erwerbs eines noch nicht erschlossenen Grundstücks in Wittnau.
Seit 2010 wurden die regelmäßigen Verwirklichungskreise durchgeführt, die uns darin unterstützen, strukturiert während unserer wöchentlichen Treffen unsere Vision Stück für Stück umzusetzen. Daraus resultierte unter anderem die Gründung unseres Vereins „WoHex – Gemeinschaftliches Wohnen im Hexental“.
2013 gab es größere Veränderungen in der Gruppe, die bis dahin nahezu konstant war. Es waren einige Familien in Annäherung, die Aussicht auf ein Grundstück in Wittnau trieb uns an und ließ uns wachsen.
Die Ausdehnung der Suche auch außerhalb des Hexentals kam aus der Erfahrung, dass sich über die Zeit nur sehr wenige geeignete Möglichkeiten im Hexental auftaten. Ein tolles Grundstück in Wittnau, dass uns zwischen 2014 und 2015 sehr beschäftigte, mussten wir schlussendlich auch wieder loslassen, da ausschlaggebende Aspekte nicht gelöst werden konnten.
Zwischen 2018 und 2019 prüften wir gemeinsam mit der „Oekogeno“ eine Beteiligung an einem Projekt des Architekturbüros Disch in Schallstadt, mussten uns davon jedoch wieder verabschieden, da der finanzielle Rahmen nicht unseren Vorstellungen entsprach.
Im Jahr 2020 trafen wir die Entscheidung, der Dachgenossenschaft Wohnen für Alle eG beizutreten, die uns fachlich und finanziell bei der Umsetzung unseres Projekts enorm unterstützt.
Einer der spannendsten Momente war wohl im Jahr 2021 als wir die Nachricht bekamen: Unsere Bewerbung für das Grundstück in Bollschweil zum Bau von zwei Häusern hat eine Zusage bekommen! Juhu!
Wir hatten bereits über ein Jahr lang zusammen mit Architekt*innen an den Unterlagen gearbeitet, mit der Gemeinde das Gespräch gesucht und angefangen zu träumen, wie es wohl sein könnte, in dem neu ausgeschriebenen Wohngebiet der Gemeinde Bollschweil zu leben.
Im Frühjahr 2022 freuten wir uns, dass die Erschließungsarbeiten des Wohngebietes durch die Gemeinde endlich wieder aufgenommen wurden, da es einige Verzögerung aufgrund rechtlicher Konflikte im Ort gab. Jetzt war auch der Moment, wo wir wieder aktiv nach neuen Mitbewohner*innen suchten, denn zur Umsetzung brauchten wir noch Zuwachs.
Seit Herbst 2022 bereiten wir den Kauf des zugesagten Grundstücks in Bollschweil vor und sind im Gespräch mit verschiedenen regionalen Baufirmen, wie wir unsere beiden Häuser in den nächsten Jahren am nachhaltigsten und gleichzeitig kostengünstigsten angesichts der angespannten Lage in der Baubranche umsetzen können.
Unsere Gruppe hat sich im Frühjahr 2023 erweitert, wir haben zwei neue Familien aufgenommen. Zudem haben wir mit der Einwerbung von Privatkrediten begonnen. Die Finanzierung des Grundstücks ist bereits gesichert, jetzt liegt es nur noch an wenigen Formalitäten, dass der Kauf endlich über die Bühne geht. Dann gibt es ein großes Fest!
Wir haben am 4. Dezember 2023 endlich, endlich den Vertrag für unser Grundstück unterzeichnen können! Das haben wir im Frühling 2024 gebührend auf dem Grundstück gefeiert!
Nachdem wir in den letzten Monaten so einige (bürokratische) Steine aus unserem Weg geschafft und mit unseren Architekt*innen die Grundrisse fertiggestellt haben, konnten wir im Dezember 2024 den Bauantrag einreichen. Was für ein Meilenstein! Seit Sommer 2024 sind wir übrigens ein eingetragener Verein.
Die Prüfung unseres Bauantrags hat im Jahr 2025 viele Monate in Anspruch genommen und es waren so einige Klärungsgespräche nötigt. Parallel haben wir unsere Fundraising-Kampagen zur Einwerbung von Privatkrediten professionalisiert und haben wichtige Kontakte geknüpft, um nach der Genehmigung zügig mit dem Bau beginnen zu können.
Unser Bauantrag wurde Ende 2025 endlich genehmigt – was für ein wichtiger Moment! Nun stehen Gespräche mit den Gewerken an, es sind viele Entscheidungen zu treffen und unsere Finanzierung abzuschließen. Wir brauchen nun jede mögliche finanzielle und ideelle Unterstützung dabei!
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