Innere Ausrichtung

Unser Zusammensein ist geprägt von der Bereitschaft, miteinander auf der Basis von Beziehungs- und Konfliktfähigkeit zu wachsen.

Das Herzstück unserer Gemeinschaft bildet die wöchentliche Gemeinschaftsbildungsrunde.

Im Umgang miteinander sind uns Achtsamkeit, Transparenz und Wertschätzung unserer Verschiedenheit wichtig.

Wir streben eine bejahende Einstellung zu uns selbst wie auch zu den Anderen an und tun nichts in der Absicht zu verletzen.

Wir sind bereit, persönliche Wünsche und Bedürfnisse mit denen der Anderen verantwortlich auszubalancieren in dem Bewusstsein, dass das Wohlergehen jedes Einzelnen untrennbar verknüpft ist mit dem Wohlergehen Aller.

JedeR übernimmt die Verantwortung für sich und seinen/ihren Anteil am Gruppengeschehen und bringt sich nach Kräften ein. Grundsätzlich sind wir alle LeiterInnen. Bei Bedarf werden Leitungsfunktionen wechselnd übernommen.

Entscheidungen, die alle betreffen, werden ggf. von einer Kleingruppe vorbereitet und im Konsens beschlossen. Spezifische Entscheidungen können an Einzelne delegiert werden. Entscheidungen, die nur einige betreffen, werden nur von diesen getroffen.

Grundsätzlich können nur diejenigen Entscheidungen treffen, die auch die Konsequenzen mittragen.

An persönlichen Entscheidungsprozessen, die Einige oder Alle aus der Gruppe betreffen, lassen wir einander möglichst von Anfang an teilhaben.

Gemeinschaftliche Aufgaben, die nicht freiwillig übernommen werden, werden unter allen verbindlich aufgeteilt.

Wenn wir Unterstützung wünschen oder brauchen, drücken wir dies deutlich aus und wissen zugleich, dass wir sie nicht einfordern können.

Kinder tragen wir gerne mit - so wie es für die Einzelnen dann möglich und stimmig ist.

Konflikte tragen wir so zeitnah wie möglich aus. Wenn sie sich nicht lösen lassen, holen wir uns Hilfe von Dritten (entweder innerhalb oder auch von außerhalb der Gemeinschaft).

Gemeinsame Mahlzeiten, Feste, Musizieren, Wandern, Kinobesuche u.ä. sind uns schon jetzt willkommene Begegnungsmöglichkeiten, die auch beim gemeinsamen Wohnen nicht fehlen werden.

Bei schweren Krankheiten oder Gebrechlichkeit wünschen wir uns, den Übergang ins Pflegeheim oder ähnliche Institutionen im Einvernehmen mit der betreffenden Person möglichst lange hinauszuzögern.

Spätestens beim Einzug hat JedeR eine gültige Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht verfasst und der Gemeinschaft eine Kopie übergeben.