Unsere Geschichte

Unsere Geschichte im Überblick

2008

  • Start des Projekts am 24.07.2008
  • Monatliche Treffen mit Menschen, die sich für unser Wohnprojekt interessieren
  • Vernetzung mit anderen Freiburger Wohnprojekten im Netzwerk Gemeinschaftliches Wohnen (GeWo-Netz)
  • Erarbeitung des Konzepts für unser Wohnprojekt

2009

  • Entscheidung für den Gemeinschaftsbildungsprozess nach Scott Peck als Herzstück unserer Gemeinschaft
  • Monatliche ganztätige Treffen am Sonntag mit Gemeinschaftsbildung vormittags und Organisatorischem am Nachmittag sowie zwei bis drei Wochenenden pro Jahr und einem einwöchigen Arbeitsurlaub im Sommer
  • Beginn von Gesprächen bezüglich des Erwerbs eines noch nicht erschlossenen Grundstücks in Wittnau

2010

  • Seit Anfang 2010 wöchentliche Arbeitstreffen des so genannten Verwirklichungskreise
  • Teilung der mittlerweile sehr groß gewordenen Gruppe in zwei Gruppen, die unterschiedliche Projekte verfolgen
  • Beitritt zum Mietshäusersyndikat
  • Gründung des Vereins „Gemeinschaftliches Wohnen im Hexental“
  • Entscheidung, für Einzelpersonen und Gruppen eine Einführung in die Gemeinschaftsbildung anzubieten
  • Entscheidung, Menschen in Krisen oder mit dem Bedürfnis nach einer Auszeit für eine begrenzte Zeit bei uns aufzunehmen
  • Festlegung weiterer wichtiger Regelungen für unser künftiges Zusammenleben
  • Beschäftigung mit möglichen Rechtsformen und Finanzierungsmodellen, Gespräche mit Gemeinden und Grundstückseigentümern - mit sehr hilfreicher Unterstützung unseres Projektbegleiters Jürgen Feldmaier und unseres beratenden Architekten Peter Gißler

2011

  • Rückschlag: Das Grundstück in Wittnau soll nun doch nicht erschlossen werden
  • Ausdehnung unserer Suche nach einem geeigneten Grundstück bzw. Objekt auf das gesamte Hexental
  • Knüpfen von Kontakten zu anderen Projektinitiatoren, um die Rechtsform der GmbH & Co.KG sowie eine Genossenschaft kennen zu lernen, die sich speziell für Wohnprojekte gründet

2012

  • Konkretisierung unserer Vorstellungen von unseren Wohn- und Gemeinschaftsräumen
  • Eingehende Beschäftigung mit der Frage, wie wir mit Anfragen von Alleinstehenden umgehen, da wir uns noch Menschen mit Kindern wünschen
  • Prüfung zweier zum Verkauf stehender, größerer Objekte, die sich aber leider als nicht geeignet erweisen

2013

  • Intensive Prüfung der Option, ein Projekt der Oekogeno zu werden
  • Intensivierung der Grundstückssuche im Hexental
  • Größere Veränderungen unserer bis dahin über längere Zeit nahezu konstanten Gruppe

2014

  • Aufnahme mehrerer Familien in den „Annäherungskreis“
  • In die Bemühungen um unser „Lieblingsgrundstück“ in Wittnau kommt endlich Bewegung und so fließt viel Energie in eine Lösung der Frage nach der Zufahrtsregelung
  • Beschäftigung mit Stroh/Lehmbau
  • Einführung von Gruppen in die Gemeinschaftsbildung

2015

  • Rückschlag beim Wittnauer Grundstück: Die Klärung der Zufahrt erweist sich alles andere als einfach und so beschließen wir wieder einmal, unsere Grundstücks- bzw. Objektsuche auf das gesamte Hexental und sogar noch bis ins südliche Freiburg und Bad Krozingen auszudehnen
  • Als neue Option beschließen wir, eventuell auch Wohnraum für ein bis zwei Flüchtlingsfamilien zur Verfügung zu stellen

2016

  • Ausdehnung unserer Suche nach einem Grundstück/Objekt über das Hexental hinaus bis nach Bad Krozingen und Freiburg
  • Es gibt einige für uns interessante, z.T. neu zu erschließende Baugebiete
  • Als unsere Rechtsform haben wir uns jetzt endgültig für die Genossenschaft entschieden


Unsere Geschichte in ausführlicher Form

2008
Am 24.07.2008 ist der Geburtstag unseres Projekts.
Conni und Andrea, die sich unabhängig voneinander auf den Weg gemacht hatten, ein Wohnprojekt zu initiieren, treffen sich an einem sonnigen Tag im Freiburger Restaurant „Süden“. Schon bei dieser ersten Begegnung beschließen sie, gemeinsam weiterzugehen und ihre Vision im Hexental in die Tat umzusetzen. Die gemeinsame Grundidee ist: "gemeinschaftliches Wohnen auf der Basis von Beziehungs- und Konfliktfähigkeit und mit dem Interesse daran, im Miteinander zu wachsen". Am liebsten mit ca. 15 Erwachsenen verschiedenen Alters und einigen Kindern.

Im so genannten GeWo-Netz vernetzen sie sich mit anderen Freiburger Wohnprojekten, nehmen an den monatlichen Sitzungen teil und verteilen an verschiedenen Orten Einladungen ins Hexentäler Wohnprojekt.

Bis Februar 2009 findet einmal im Monat ein Treffen mit Menschen statt, die sich für das Projekt interessieren.

2009
Im Februar nehmen dann ca. 20 Interessierte an einem Einführungsseminar in den Gemeinschaftsbildungsprozess nach Scott Peck mit Liesbeth Kanters und Adriaan Bertens teil. Dieses Seminar setzten wir bewusst an den Anfang unseres Weges, da uns möglichst authentische Kommunikation am Herzen liegt. In der Methode der Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck (s. 'Gemeinschaftsbildung') finden wir eine einfache, wenig strukturierte und doch klare Hinführung zu aufrichtigem und wesentlichem Zusammen-Sein.
Seither findet einmal im Monat ein Sonntag mit Gemeinschaftsbildung, Brunch und „Organisatorischem' statt“ sowie zwei- bis dreimal im Jahr ein Wochenende und im Sommer eine Woche Arbeits-Urlaub.

Im Juni verbringen wir ein verlängertes Wochenende bei der Glarissegger Gemeinschaft am Bodensee, die schon mehrere Jahre den Weg der Gemeinschaftsbildung gehen. Bei und mit ihnen erfahren wir Anregung und Vertiefung unseres eigenen Prozesses.
Im August nehmen Andrea und Johannes an einer Gemeinschaftsbildungs-Fortbildung bei Liesbeth und Adriaan teil.

2010
Seit Anfang 2010 finden auch unter der Woche - meist montags, manchmal mittwochs - Arbeitstreffen des sogenannten Verwirklichungskreises statt.

Die von Anfang an sehr verschiedenen Vorstellungen zu Art und Weise des Wohnens sowie zum Ort (Bauwagen, Tipi, Rundbauten, Plusenergiehäuser, Wittnau, Schwarzwald etc.) führen im März zu einer Teilung der Gruppe. Neben uns 'Hexentälern' entsteht eine weitere Projektgruppe, die sich mit der Möglichkeit des Erwerbs des Hotels Luisenhöhe befasst.

Im so genannten 'Basiskreis' begegnen sich seither Mitglieder beider Projektgruppen sowie Menschen, die uns nahe stehen und sich für den Gemeinschaftsbildungsprozess interessieren - zum Teil auch aus anderen Wohnprojekten.

Barbara und Andrea nehmen zusammen mit Adda und Rita aus dem Basiskreis an einer weiteren Fortbildung in Gemeinschaftsbildung teil.

Nach der Teilnahme an einer Vollversammlung des Mietshäusersyndikats treten wir dem Syndikat bei.

An einem Wochenende im Mai legen wir unsere Vereinssatzung fest. Erstmals verbinden wir hier inhaltliches Erarbeiten mit der Kommunikationsform der Gemeinschaftsbildung. Dabei erleben wir, wie es auf diese Weise leichter möglich wird, Konflikte aufzulösen, Kontroversen anzuschauen und mit trockener Bürokratie lebendig und auf die Menschen bezogen umzugehen. Das Ergebnis ist die Gründung des Vereins ‚Gemeinschaftliches Wohnen im Hexental’.
Überhaupt wird uns hier wieder einmal klar, wie sehr uns die Gemeinschaftsbildung inzwischen ans Herz gewachsen und zur Grundlage unseres Zusammenseins geworden ist.
Ebenso festigt sich bei uns die Absicht, über unseren Kreis hinaus auch andere Menschen an den Früchten unserer Gemeinschaftsbildung teilhaben zu lassen. Wie dies aussehen könnte, dazu haben wir bisher verschiedene Vorstellungen: Auf jeden Fall soll eine Form darin bestehen, die Grundprinzipien der Gemeinschaftsbildung an interessierte Gruppen und Einzelne weiterzugeben. Auch wollen wir zu diesem Zweck Menschen für eine bestimmte Zeit bei uns aufnehmen. Dies können dann ebenso Menschen in Krisen sein oder Alleinerziehende mit Kindern oder einfach solche, die mal eine Auszeit brauchen, um sich selbst wieder zu spüren. Wir wünschen uns sehr, dass wir - nicht zuletzt auch finanziell - diese Wünsche verwirklichen können.

2010
In der Septemberwoche in Münstermaifeld findet wieder viel klärende und nährende Gemeinschaftsbildung unter uns statt. Daneben verbringen wir sowohl Zeiten mit Wanderungen, Ausflügen und Spielen als auch mit intensiver Weiterarbeit an unserem Konzept und der wichtigsten Regelungen, die für uns gelten sollen, wenn wir dann zusammen wohnen.

Auch seither kosten die Auseinandersetzungen mit verschiedenen Rechtsformen, Finanzierungsmöglichkeiten und deutschen Bestimmungen viel Einarbeitungszeit und Energie. Hierbei sowie bei Gesprächen mit Gemeinden, Grundstücksbesitzern etc. genießen wir von Anfang an die hilfreiche Unterstützung vom Projektberater Jürgen Feldmaier. Vom Bollschweiler Architekten Peter Gißler erhalten wir ebenfalls wertvolle Hilfen - und von Bert Wasmer in einem Architektur-Workshop.
Alles in allem realisieren wir langsam aber sicher, wie viel Arbeit solch ein Projekt bedeutet!

2011
Barbara und Andrea besuchen auf Anregung von Franz Held vom Projekt Sonnenhof die Konstanzer Frauen, die soeben im Verbund mit dem Mietshäusersyndikat und mit Hilfe von Jürgen Feldmaier ihr klug geplantes Haus beziehen konnten: Solche Begegnungen machen Mut.

Aus heiterem Himmel trifft uns der Schlag: Das Grundstück in Wittnau, das uns von seinem Besitzer seit langem zugesichert war, wird nun doch nicht erschlossen, da ein weiterer Besitzer des zu erschließenden Gesamtgebietes den Verkauf aus persönlichen Gründen zurückstellt. Unsere Suche nach einem Grundstück - mit oder ohne vorhandenen Gebäuden - dehnt sich nun auf das ganze Hexental aus, d.h. von Merzhausen bis Bollschweil.

Auch in Bollschweil misslingt das Bemühen um ein Grundstück, da die Gemeinde das neue Bauland ausschließlich als Einzel- und Doppelhausparzellen für junge Familien bestimmt.
Dennoch vertiefen sich unsere Zusammengehörigkeit und unser Entschluss, gemeinsam zu wohnen. In der Sommerwoche in Haus Herrenhof am Schluchsee wird dies für uns alle deutlich spürbar, auch wenn sich zu Beginn dieser Woche ein Mitglied von uns wieder verabschiedet, was uns allen nicht leicht fällt.

Wir knüpfen Kontakte zu Peter Buckmann, der in Schopfheim das Entstehen eines großen Wohnprojekts organisiert (Projekt 'Eisweiher') und zu Thomas Hertle, der Ähnliches in Freiburg initiiert ('LebensWerkRaum'). Beide haben sich für die Rechtsform der GmbH und Co. KG entschieden. Sollten wir unseren rechtlichen und finanziellen Hintergrund doch nicht im Rahmen einer Genossenschaft finden, so ist dieses Modell auch für uns interessant.

Gespräche und erste Verhandlungen mit 'sen.FIT', einer Genossenschaft in Gründung, die sich speziell für gemeinschaftliche Wohnprojekte stark macht. Genossenschaft wäre uns das Allerliebste, da dort unsere unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten am einfachsten vereinbar wären. Wenn sen.FIT - auch finanziell - für uns machbar wird, würden wir uns sehr freuen. Wir werden dies genau prüfen. Die großen und traditionsreichen Freiburger Wohnungsbaugenossenschaften sind übrigens bislang nicht bereit, für uns und mit uns im Hexental zu bauen, aber vielleicht wird sich da ja noch etwas ändern?! Eine eigene Genossenschaft zu gründen wäre jedenfalls für unser kleines Projekt nicht sinnvoll.

Im Oktober verbringen wir ein Wochenende in der neu entstehenden Dorfgemeinschaft 'Schloß Tempelhof' im Hohenlohischen und genießen es, mal wieder mit Adda zusammen zu sein, die bis zur Teilung unserer Gruppe zu uns gehörte und sich inzwischen dort angesiedelt hat.

2012
Wir verbringen im April ein verlängertes Wochenende im Trupeleshof im Münstertal, wo wir bei wunderbarem Wetter erst mal in den vollen Frühling hineinwandern. Leider kommen am Samstag dann Regenwolken daher, sodass wir das Kaffeetrinken mit drei Familien, die uns am Nachmittag besuchen kommen, leider nicht auf der Wiese verbringen können.
Viel Zeit nehmen wir uns auch wieder für unser 'WIR und JETZT', wie wir die Gemeinschaftsbildung inzwischen gerne nennen. Darüber hinaus bleibt uns auch noch Zeit, in der wir uns mit unseren Wohn-Wünschen beschäftigen und unsere zukünftigen Gemeinschaftsräume konkreter planen.

Nach dem Gäste-Abend Ende April denken wir gemeinsam über ein Dilemma nach, das uns im Kontakt mit den Menschen, die sich für uns interessieren, immer deutlicher wird: Dass wir zu unseren Gäste- und Info-Abenden zwar fraglos alle einladen, die sich für uns interessieren, unsere freien Plätze im Moment aber vor allem für Menschen mit Kindern offen halten wollen, da unser Ziel ja ein Projekt für alle Altersstufen ist und wir sehr gerne auch Kinder dabei haben wollen.

Damit diese unklare Situation nun nicht immer wieder Enttäuschungen auslöst, wollen wir uns hier gerne einmal so klar es geht erklären: Einerseits wünschen wir uns, dass z.B. die Menschen mit Kindern, die jetzt schon in unserem Umfeld da sind, sich tatsächlich entschließen, zu uns zu kommen. Und wir verstehen auch, dass die einen erst sicher sein wollen, dass noch andere Kinder dazukommen, und die anderen mit einer Entscheidung darauf warten, wann und wo unser Grundstück gefunden sein wird. Andererseits wissen wir aus der Erfahrung anderer Wohnprojekte, dass dann, wenn es konkret wird, noch einige Veränderungen bezüglich Mitgliedschaft zu erwarten sind, weshalb wir auch nicht vorschnell zu allen BewerberInnen 'Nein' sagen wollen, die älter sind und ohne Kinder zu uns kommen wollen.

Wir laden also alle, die sich ein gemeinschaftliches Wohnen mit uns wünschen oder vorstellen könnten, ein, uns dies wissen zu lassen und mit uns auf die eine oder andere Weise in Verbindung zu bleiben.

Eine weitere Idee ist ja auch, dass es - je nach dem Grundstück, das wir finden - zwei 'Geschwister-Projekte' geben könnte, oder dass manche Menschen ja auch einfach in unserem Umfeld leben werden und von da aus regelmäßige Begegnungen und 'WIR und JETZT'-Abende stattfinden können.

Darüber hinaus gab es im Mai dann noch für kurze Zeit einige Aufregung um ein großes altes Anwesen im Hexental, welches zum Verkauf angeboten war. Einige von uns waren absolut begeistert und wir alle freuten uns an der wunderbaren Lage der Gebäude mit großem Garten und wunderbarer Aussicht. Wir phantasierten, welches die Gemeinschaftsräume würden und wie wir umbauen wollten etc., bis sich bei näherem Hinsehen zusammen mit Peter Gißler, unserem beratenden Architekten, dann aber leider zu viele Hindernisse herausstellten. (Neben der Tatsache, dass viele Mieter in dem Haus wohnen und der Verkaufspreis sehr hoch angesetzt war, bestanden auch unvorhersehbare Risiken bei notwendigen baulichen Veränderungen, da das Gebäude wegen eines früheren Bergwerks auf sog. 'Risikogrund' steht.)

Auch wenn wir uns hier wieder einmal mehr vom Konkret-Werden unserer Wünsche und Pläne verabschieden mussten, hat uns die Berührung mit einer realen Möglichkeit doch auch wieder gut getan. Nicht zuletzt deshalb, weil sie uns hoffen lässt, dass sich uns immer wieder einmal Gelegenheiten bieten werden.

Wir sind hauptsächlich mit Informationsbeschaffung zu den Themen Rechtsform und Bauen - und immer wieder auch mit persönlichen Klärungsprozessen befasst.

Kurz vor unserer Sommerwoche Ende August/Anfang September in unserem „Stammquartier“ am Schluchsee wird es plötzlich aufregend.
Wir erfahren von einem Grundstück mit zwei Häusern und großem Garten in Bollschweil.
Da wir uns binnen einer sehr kurzen Frist von vierzehn Tagen entscheiden müssen, ob wir dieses Objekt erwerben möchten, steht die Sommerwoche ganz im Zeichen der Beschäftigung mit dieser Option.
Auch wenn uns schlussendlich klar wird, dass das Grundstück zu klein für uns ist, ist diese „Probe für den Ernstfall“ doch sehr hilfreich: Wir vervollständigen die Aufstellung der von uns benötigten Räume und Quadratmeter und beschließen, mit der Bereitstellung einer so genannten Freiraum-Wohnung (Infos folgen) zu warten, bis wir ein Jahr lang zusammengewohnt haben.

Bei der Rechtsform stellen wir zudem fest, dass wir zu einer Genossenschaft tendieren. Der Besuch von Menschen der WohnVisionHochrhein, die mit der Realisierung eines Gemeinschaftsprojekts in Waldshut begonnen haben, bestärkt uns, diese Rechtsform bevorzugt weiterzuverfolgen. Der Austausch ist zudem so anregend und informativ, dass wir beschließen, in Kontakt zu bleiben.

Auf der persönlichen Ebene berührt die Beschäftigung mit der konkreten Möglichkeit eines Objekterwerbs bei Einzelnen auch noch einmal alle möglichen Themen, die angeschaut werden möchten und/oder einer Berücksichtigung bedürfen.
Als Frucht dieser Prozesse entsteht bei allen schließlich ein Ja: 'wenn sich dieses Objekt als geeignet erweist, bin ich dabei', und auch Gesa entscheidet sich in der Sommerwoche, Teil unserer Gemeinschaft zu werden.

2013
Seit unserem Sommerurlaub im vergangenen Jahr ist eines unserer Themen die Gründung der Genossenschaft: wir führen seit Oktober Gespräche mit Urs Bürkle über die Möglichkeit, unsere kleine Genossenschaft auf dem Hintergrund der Oekogeno zu gründen. Wir stellen uns vor, dass uns dies unsere Eigenständigkeit lassen und zugleich einen sicheren Hintergrund bilden würde durch eine große Genossenschaft mit Erfahrung und finanzieller Tragfähigkeit. Auch von ihrer Ausrichtung her würde uns die Oekogeno entsprechen.

Mitte Februar eröffnen uns dann Urs Bürkle und Frank Schweier, dass sie von der Vaubanaise aus gerne mit uns abklären wollen, ob wir ein weiteres Projekt der Oekogeno werden können. Die Vaubanaise ist ein großes genossenschaftliches Wohnprojekt mit Inklusionscharakter, welches in diesem Jahr in Freiburg-Vauban bezugsfertig wird und ein Projekt der Oekogeno ist.
Wir würden uns sehr freuen, wenn die Gespräche zum Erfolg führen.

Ein zweiter Themenbereich ist die Grundstückssuche. Mit vermehrtem Einsatz führen wir derzeit Gespräche mit Bürgermeistern, Gemeinderäten, Grundstücksbesitzern.... etc. Dass wir auch hier bald von den Früchten unserer Bemühungen berichten können, wünschen wir uns nun immer dringlicher.
Die Veränderung unserer Gruppenzusammensetzung ist ein weiteres Ereignis in dieser Zeit. Trotz der allseitigen Übereinstimmung, die wir im September für ein Zusammenbleiben auf dem Bollschweiler Grundstück hatten, - oder vielleicht brachte gerade diese  Auseinandersetzung mit dem 'Ernstfall' doch noch länger dauernde Klärungsprozesse in Gang? - verabschieden sich im Januar zwei Menschen aus unserer Mitte: Für Barbara ist klar geworden, dass ihr Lebensfeld nun doch in der Stuttgarter Heimat bleiben soll, wo sie nun selbst initiativ ist bzgl. gemeinschaftlichem Wohnen mit Gemeinschaftsbildungsprozess, und auch Josef will seine geräumige Wohnung noch nicht verlassen. Da der Klärungsprozess bei beiden über längere Zeit ging, ist der Abschied für uns nicht überraschend und gleichwohl traurig, denn mit beiden waren wir über mehrere Jahre vertraut geworden.
Und als wäre dies nicht genug, müssen wir derzeit auch von einer der beiden Familien, die uns seit längerem nahe stehen, Abschied nehmen, denn diese sind dabei, mit Kindern und Beruf für einige Jahre nach Kirgisistan aufzubrechen!

Unsere Gruppe, die jetzt für lange Zeit konstant war, verändert sich: im Oktober kam eine Mutter mit zwei Kindern in den Annäherungskreis und ein weiteres Paar, das schon mit einigen von uns befreundet ist, wurde in diesem Monat in der Annäherung begrüßt. Wir sind also bei aller Wandlung auf die weitere Entwicklung unserer Projektgruppe gespannt!

2014
2013 ist in mancherlei Hinsicht ein Jahr des Wartens gewesen: Vor allem im Bezug auf Grundstücksfindung kommen wir dieses ganze Jahr nicht über die Warteposition hinaus. Verschiedene Anfragen und Abklärungen in Wittnau und Sölden bringen noch keine umsetzbaren Ergebnisse. Keineswegs hätten wir es zu Beginn unseres gemeinsamen Weges für möglich gehalten, wie schwierig es für uns sein würde, ein passendes Grundstück zu erringen!

Dafür intensiviert sich unser Kontakt mit der Vaubanaise: Ende November stellen wir unser Projekt bei der dortigen Genossenschaftsversammlung vor und werden erst einmal freundlich begrüßt. Der Vorstand der Vaubanaise erhält die Zustimmung, eine mögliche Erweiterung der Genossenschaft um uns Hexentäler weiter zu prüfen. Hier wird es nun für beide Seiten darum gehen, konkret die Vor- und Nachteile abzuwägen und herauszufinden, unter welchen Bedingungen wir in dieses größere Ganze Einzug finden könnten und dann eine Entscheidung zu fällen. In jedem Fall freuen wir uns über diese Möglichkeit und merken, wie die Auseinandersetzung damit für uns ein weiteres Bewussterwerden unserer Vorstellungen und Bedürfnisse mit sich bringt.

Im Sommer haben wir mit Freude eine Mutter und ihre kleine Tochter in den 'Annäherungskreis' aufgenommen, während sich die anderen 'Annäherer' wieder verabschiedet haben, vor allem da sie inzwischen als Familien an anderen Orten eingewurzelt sind oder ein anderes Wohnprojekt gefunden haben.

Der Kreis von interessierten Menschen ist seit dem Sommerurlaub im Waldhotel wieder deutlich bereichert, auch um weitere Familien, und wieder einmal neu wünschen wir uns, dass unser gemeinsames Wohnen so rechtzeitig konkret wird, dass der Zeitplan all dieser Menschen mit dem unseren in Übereinstimmung kommen möge!

Mittlerweile sind fünf weitere Familien in unseren Annäherungskreis dazugekommen, über die wir uns sehr freuen!

Mindestens genauso sehr freuen wir uns darüber, dass es mit „unserem“ Grundstück endlich weitergeht. Derzeit wird geprüft, wie sich die Zufahrt zum Grundstück gestalten lässt, damit sie den verkehrstechnischen Anforderungen gerecht wird.

Ist die Zufahrtsregelung geklärt, können wir im nächsten Schritt eine Bauvoranfrage stellen. Dazu klären wir derzeit, wie wir das Grundstück kaufen wollen (Finanzierung und Rechtsform).

Doch nicht nur für den Grundstückserwerb, sondern auch für den Bau unserer Häuser und das Projekt insgesamt sind wir jetzt wieder verstärkt mit den Themen Finanzierung und Rechtsform beschäftigt. Fest steht auf jeden Fall, dass wir eine Genossenschaft oder genossenschaftsähnlich strukturiert sein werden. Und auch das Thema Architektur ist wieder stärker präsent. Einer der „Annäherer“ ist ein großer Fan von Stroh/Lehmbau und trifft damit bei einigen von uns auf große Resonanz.

Gefragt ist auch unser Angebot, interessierte Gruppen in die Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck einzuführen: Sowohl Schnupperabende als auch 1-2tägige Veranstaltungen wurden von Menschen aus unserem Kreis gestaltet bzw. begleitet. Die Nachfragen kamen vorwiegend von Gruppen aus dem Bereich des Gemeinsamen Wohnens, und hier, mit Gleichgesinnten, liegt uns das Einüben von Gemeinschaft natürlich besonders am Herzen.
 
2015
Beim Wittnauer Grundstück gibt es wieder einmal einen herben Rückschlag: Die Klärung der Zufahrt erweist sich alles andere als einfach und so erneuern wir unseren Beschluss, unsere Grundstücks- bzw. Objektsuche auf das gesamte Hexental und diesmal sogar noch bis ins südliche Freiburg und Bad Krozingen auszudehnen. Unser Wunsch, nun bald endlich zusammenzuleben, lässt uns diese Suche mit viel Energie angehen.

Als neue Option beschließen wir, eventuell auch Wohnraum für ein bis zwei Flüchtlingsfamilien zur Verfügung zu stellen.

Ende 2015 mussten wir uns auch endgültig von Magdalena verabschieden, die wir bis zuletzt in sehr berührender Weise begleiten durften.

2016
Wie 2015 beschlossen, haben wir unsere Suche nach einem Grundstück/Objekt auf das Umland des Hexentals bis nach Bad Krozingen, Schallstadt und sogar bis nach Freiburg ausgedehnt. Zu unserer großen Freude gibt es einige Grundstücke – z.T. in neu zu erschließenden Baugebieten -, die für uns sehr interessant sind, und so führen wir immer wieder Gespräche mit Vertretern von Gemeinden.

Einige Grundstücke und Objekte haben wir aus den verschiedensten Gründen (Lage, Preis, Begleitumstände des Erwerbs) auch wieder verworfen.

Ende des Jahres fiel zudem ein wichtiger Beschluss: Als Rechtsform werden wir nun endgültig die Genossenschaft wählen.

In 2016 haben wir mit Elias (Sohn von Theresa) und Jano (Sohn von Juma und Wolfgang mit Enid) zwei weitere Kinder von Menschen aus dem Annäherungskreis in unserer Gemeinschaft begrüsst.

Nach wie vor bekommen wir auch immer wieder Anfragen von Menschen, die sich für unser Wohnprojekt interessieren – für diese Menschen bieten wir jetzt wieder häufiger Gäste-/Informationsabende an.

Wir, das sind inzwischen übrigens
in der Kerngruppe Conni, Andrea, Eva-Maria, Susann, Rainer, Gesa, Tamira und Marc mit Kayla, Maren und Philipp mit Yonder und Lene, Natascha, Suzanne und Joachim mit Adrian sowie Johannes als „Teilzeit-Mitglied“ und im Annäherungsstatus derzeit eine Mutter mit einem Kind sowie eine Familie mit 2 Kindern.